Kirche anders ausdrücken

GründerGeist Spektrum

Kirche ist im Wandel. Immer mehr Menschen spüren, dass sie selbst Verantwortung übernehmen und Neues anstoßen können – in ihren Gemeinden, Pfarreien, im Sozialraum oder an Orten, an denen Kirche bisher nicht vorkam.

Das GründerGeist-Spektrum unterstützt dich dabei, deine eigene Rolle im Aufbruch zu entdecken, die Vielfalt der Perspektiven zu verstehen und handlungsfähig zu werden – ganz im Geist einer Gemeinschaft, in der bewährte und neue Formen von Kirche nebeneinanderstehen, sich ergänzen und voneinander lernen. So entsteht ein lebendiges Miteinander verschiedener Jesus-Erfahrungen, das Kirche stärkt und weiterdenkt.

Dabei gilt: Bewährtes und Neues stehen nicht im Gegensatz, sondern ergänzen und bereichern einander. Klassische Gemeindeformen und experimentelle Ansätze verbinden sich zu einem lebendigen Netzwerk von Ausdrucksformen von Kirche – vielfältig, ökumenisch und gemeinschaftlich.

Über das Spektrum

Wo Gründergeist wirkt, zeigt sich Vielfalt. Und um das verständlich zu machen, hilft manchmal ein Bild aus dem Alltag. Kochen und Essen kennen wir alle – vertraute Rezepte, kleine Anpassungen, überraschende Pannen oder neue Helfer:innen, die plötzlich mit am Herd stehen

  • Manchmal bedeutet Gründergeist, Omas Lieblingsgericht nachzukochen – vertraut, bewährt, beständig.
  • Manchmal heißt es, Rezepte anzupassen, damit alle mit am Tisch sitzen können.
  • Manchmal fällt der Herd aus – und völlig Neues entsteht.
  • Und manchmal übernimmt jemand am Herd Verantwortung, experimentiert und gestaltet Wandel.

Das GründerGeist-Spektrum macht diese Vielfalt sichtbar – und lädt dich ein, zu entdecken, mit welchen Gründergeist-Aspekten du Kirche bereicherst. Es eröffnet Gespräche über deine Berufung, unsere Bilder von Kirche und die Rollen, die im Wandel wichtig sind.

Das GründerGeist-Spektrum richtet sich an Menschen, die sagen: Da geht mehr, „…wenn ich meine eigene Berufung erkenne: was mein Ding ist und was ich beisteuern kann.

Es unterstützt Einzelne, Teams in Pfarreien und Gemeinden, Leitungsgremien sowie ökumenische Netzwerke/Fresh-X-Initiativen – nicht nur die, die Neues starten, sondern genauso jene, die Bewährtes weiterführen oder passend machen wollen. Und es ermutigt ökumenische Netzwerke und Fresh-X-Initiativen, ihre Vielfalt zu sehen und zu stärken.

  • Weil es dir hilft, deine Rolle zu finden – und zu benennen, was dich antreibt.
  • Weil es neugierig macht, welche Vielfalt ihr repräsentiert – und entdecken lässt, ob vielleicht doch Neues bei dir dran sein könnte.
  • Weil es den Blick weitet: auf andere Perspektiven, andere Bilder von Kirche, andere Wege.
  • Weil es das gegenseitige Verständnis stärkt – über Grenzen von Konfession, Tradition und Generation hinweg.
  • Und weil es Teams und Leitung unterstützt, nicht beim Nachdenken stehenzubleiben, sondern konkrete nächste Schritte zu entwickeln.
  • Wie wird aus Gemeinden und anderen Segensorten eine vielfältige Landschaft?
  • Welche Formen von Kirche passen zu den Lebenswelten der Menschen?
  • Wie stärken wir Menschen, die Bewährtes weiterführen, anpassen – oder Neues erproben wollen?
  • Welche Berufung entdecke ich für mich – in dieser Weiterentwicklung?
  • Wie lernen wir, andere Perspektiven wertzuschätzen – auch wenn sie nicht die eigenen sind?

Rollen im Spektrum

Ein rotes Rechteck mit abgerundeten Ecken zeigt den fetten, kursiven weißen Text REPRODUZIERER:IN über einer horizontalen weißen Linie. Im Hintergrund sind dezente geometrische Formen zu erkennen.

Wie Omas Lieblingsgericht:
entwickeln Bestehendes kreativ weiter

Der Text auf blau-grauem Hintergrund lautet ADAPTIERER:IN in weißen, fetten, kursiven Buchstaben über einer dünnen horizontalen weißen Linie.

Wie die Schwiegertochter:
passen Bekanntes an und öffnen es für andere

Grünes Rechteck mit abgerundeten Ecken, in dem der fette weiße Text INNOVATOR:IN über einer dünnen horizontalen weißen Linie zentriert ist.

Wie bei kaputtem Herd:
improvisieren, schaffen Neues, probieren aus

Orangefarbenes Rechteck mit fettgedrucktem weißem Text AKTIVIST:IN, zentriert über einer horizontalen weißen Linie; abstrakte geometrische Formen im Hintergrund.

Wie ein:e Küchenhelfer:in:
anpacken und Verantwortung übernehmen

Keine Rolle ist wichtiger als die andere. Entscheidend ist zu erkennen, wo du stehst – und was du brauchst, um weiterzugehen.

Mitmachen

Das GründerGeist-Spektrum lädt ein, ins Gespräch zu kommen, zu reflektieren und auszuprobieren.
 Probier es allein, mit deiner Gruppe oder deinem Team aus – und entdecke, welchen Beitrag du auf unserem gemeinsamen Weg leistest.

Das Kartenspiel lädt dich ein, deinen Gründergeist zu entdecken. Es hilft dir, über Rolle, Berufung und Stärken ins Gespräch zu kommen – egal, ob du erste Schritte gehst oder schon länger unterwegs bist.
 Die Karten sind kein Urteil, sondern ein Spiegel. Sie geben Hinweise, öffnen Fragen und regen deine Vorstellungskraft an.

Die Karten greifen drei verschiedene Perspektiven auf: Überzeugungen, Haltung & Praxis, Persönlichkeit

Sie zeigen dir, welche Rolle des Spektrums zu dir passt: Reproduzierer:innen, Adaptierer:innen, Innovator:innen,Aktivist:innen.

Das Kartenspiel macht Vielfalt sichtbar – in dir selbst, im Team, in Kirche. Es zeigt, dass Gründergeist viele Gesichter hat: vom Bewahren über das Anpassen bis hin zum Neudenken und Verändern. Und es lädt ein, diese Unterschiede nicht als Gegensätze, sondern als Bereicherung zu verstehen.

Wenn du dich fragst, wie und wo dein Gründergeist wirken könnte: Zieh die Karten, ordne sie dir zu und komm ins Nachdenken. Am besten sprich anschließend mit jemandem darüber, der dich gut kennt oder dich auf deinem Weg begleitet.

In Gründergeist-Teams und Pfarrei- oder Gemeindesettings können die Karten sichtbar machen, welche Vielfalt an Rollen da ist. So wird klar: nicht alle müssen dasselbe tun – gerade die Unterschiedlichkeit ist eine Stärke.

In Gremien, Synoden oder auf diözesaner Ebene kann das Kartenspiel helfen, die Herausforderungen einer „Mixed Ecology of Church“ (also dem Miteinander von bewährten und neuen Formen) ehrlich zu benennen. Es öffnet den Blick, welche Aufgaben und Chancen sich daraus ergeben.

Ökumenische Gruppen, Fresh-X-Projekte oder Sozialraum-Initiativen können gemeinsam entdecken, was es heißt, Kirche oder Gemeinschaft zu leben.

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