Aloha und der Atem Gottes

03. August

Esther Göbel leitet Surfexerzitien und hat vom Surfen eine Menge fürs Leben (und für Fresh X) gelernt. Diesen Sommer schreibt sie hier übers Surfen und Glauben.

Kennst du das Wort „Aloha“? Man hört es oft in Filmen, die auf Hawaii spielen. Klassisch dazu ist auch die „Plumeria“, die Alohablüte, aus der Begrüßungsketten gemacht werden, die man bekommt, wenn man auf Hawaii ankommt.

Doch „Aloha“ ist so viel mehr ein als ein „Hallo“ oder „Herzlich willkommen“. Es hat eine traditionsreiche und vielschichtige Bedeutung und steht für einen ganzen Aloha-Spirit, eine Art philosophische Lebenseinstellung.

Mehr als ein Gruß

Ja, zunächst einmal nutzen Hawaiianer das Wort als Grußformel. Doch darüber hinaus ist es eher ein Symbol, das viel mehr bedeutet, als man mit einem einzigen deutschen Wort ausdrücken könnte. Aloha meint alles, was mit Liebe, Freundschaft, Gutem, Sympathie, Mitleid und so weiter zu tun hat. Die ganz wörtliche Bedeutung von Aloha ist „die Gegenwart des Atems“ und meint alles, was lebendig ist.

Göttlicher Atem

Das Wort Gott kommt zwar in Aloha nicht direkt vor, aber als Christen kennen wir das, dass das Göttliche über den Atem wahrgenommen werden kann. In unserem christlichen Schöpfungsmythos bekommt der Mensch den Lebensatem von Gott eingehaucht und in vielen Übungen zum Meditieren oder anderen Gebetsformen geht es zunächst um das bewusste Wahrnehmen des Atems, denn darin begegnet uns Gott als das gegenwärtige Lebensprinzip.

Gottes Segen

Aloha bedeutet daneben auch „Liebes tun oder sagen“ und damit sind wir sehr nah an dem dran, was christlich segnen meint (lat: „benedicere“ / Gutes (zu-)sagen).
In diesem Sinn dürfen wir Aloha durchaus auch als eine Form von „Gott segne dich“ verstehen.

Und so wünsche ich dir von Herzen Aloha.

Fragen

Wem solltest du etwas Gutes tun? Und was?

Wen willst du willkommen heißen?

Wann hast du das letzte Mal Gottes Atem in dir wahrgenommen?

Was in deinem Leben soll wachsen und blühen wie die Plumeria?

Esther Goebel