Leseliebe – Dezember ’21

30. November

In der Umfrage zu Newsletter hattet ihr euch Lesetipps gewünscht – und diesem Wunsch wollen wir gerne nachkommen. Starten wir mit einer kleinen, feinen Auswahl:

Über den Umgang mit sexueller Identität in der katholischen Kirche

Ausgegrenzt. Abgewertet. Falsch – im Körper und in der Kirche. So fühlen sich etliche homosexuelle, queere, transidente Menschen. Sie beten zu Gott, er möge sie verändern. Sie verstellen und verleugnen sind. Sie distanzieren sich von ihrer Kirche und ihren Vertretern. Oder sie kämpfen. Machen lautstark auf sich und die Menschen feindlichen Strukturen aufmerksam und berichten – wie in diesem Buch – eindringlich, teilweise verstörend und beschämend von ihren Erfahrungen und Erlebnissen, die sich aufgrund ihrer (sexuellen) Identität in der katholischen Kirche machen mussten. Neben diesen Lebenszeugnissen wird das Buch erweitert durch den Blick von Menschen aus dem nahen Umfeld der Betroffenen sowie von kirchlichen Verantwortungsträger:innen. Ein Buch, das nachdenklich und betroffen macht – und hoffentlich zum Handeln anregt.

Mirjam Gräve, Hendrik Johannemann und Mara Klein (Hg.)”Katholisch und Queer. Eine Einladung zum Hinsehen, Verstehen und Handeln”, Bonifatius Verlag, 304 Seiten, EVT. 01.12.2021

New Work – in Kirchen und Gesellschaft

Perspektiven – das Magazin für Glauben, Leben und Gemeinden der Missionarischen Dienste der Evangelischen Landeskirche in Württemberg hat sich in seiner Herbstausgabe dem Thema New Work gewidmet. Durch verschiedene Beiträge und Interviews soll eine Diskussion über neue Perspektiven und Möglichkeiten für Kirche und ihre Angestellten eröffnet werden. Pionier:innen soll so Mut gemacht werden, aber auch Vorgesetzte sollen ermutigt werden, New Work Vorreiter:innen und Pionier:innen sowie schützende Räume und Zukunftsperspektiven zu fördern.

Das Magazin Perspektiven kann kostenlos hier heruntergeladen werden.

Über das Coworken in kirchlichen Räumen hat midi (Evangelische Arbeitsstelle für missionarische Kirchenentwicklung und diakonische Profilbildung) 2021 einen Leitfaden herausgegeben, der ebenfalls kostenlos heruntergeladen werden kann.

Die Gefühlslage einer Pandemie

Die Corona-Pandemie hat uns seit nun fast zwei Jahren fest im Griff – und noch immer ist ein Ende nicht in Sicht. Menschen gehen mit dieser Krise unterschiedlich um. Wie, das hat eine Studie der Evangelischen Arbeitsstelle für missionarische Kirchenentwicklung und diakonische Profilbildung (midi) in Zusammenarbeit mit der EKD, der AGAPLESION gAG und der Ludwig-Maximilians-Universität in München, herausgearbeitet. Dafür haben sie in drei Befragungswellen fünfzig Menschen aus ganz Deutschland ein Jahr lang begleitet und aus den Lebensgefühlen acht Persona entwickelt, die die Gemütslage der Menschen phasenweise beschreiben. Nicht nur spannend für alle, die mit und für Menschen arbeiten.

Die Studie “Lebensgefühl Corona. Erkundungen in einer Gesellschaft im Wandel” von Ulrich Lilie und Daniel Hörsch (Hrsg.) kann hier kostenlos heruntergeladen werden.

Um herauszufinden, in welcher “Corona-Gefühlsphase” man sich gerade befindet, kann man im eigens entwickelten Pandem-O-Mat einen Test machen.

Hella Thorn

Online- und Social-Media-Redakteurin beim Fresh X-Netzwerk
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