Ein Blick über den Tellerrand

14. August

Wem die kurzen Eindrücke und Einblicke, die man während eines Urlaubs an anderen Orten sammeln kann, nicht ausreichen, für den ist ein Auslandspraktikum vielleicht genau das Richtige. Das Fresh X-Netzwerk vermittelt und unterstützt Praktika bei ausländischen FX-Initiativen.

Fresh X-Auslandspraktikum – Mehr als ein Urlaub, nicht weniger als ein Abenteuer

Seit 2015 gibt es sie – die Möglichkeit einmal über den Tellerrand zu blicken und ein gefördertes Praktikum an einer Fresh X im Ausland zu machen. Das Mutterland der Bewegung – Großbritannien – bietet dabei die meisten Möglichkeiten, in den letzten Jahren hat sich das Angebot aber auch um Praktikumsplätze in Schweden, Norwegen, Österreich, Spanien und den USA erweitert.

Ich muss gestehen, dass ich immer ein kleines bisschen neidisch werde, wenn ich mich vor bzw. nach dem Einsatz mit den Praktikanten unterhalte. Wie gerne würde ich wieder mal meine Sachen packen und ab auf die Insel reisen! Die Gastfreundschaft genießen, die Weite in der kirchlichen Landschaft atmen und mich mal wieder außerhalb meiner geistlichen Komfortzone aufhalten.

Umso mehr freue mich über jede und jeden, der oder die den Blick über den Tellerrand wagt! Und eigentlich kommt jeder und jede wieder mit einem Schatz voller neuer und ja, manchmal auch schmerzlich errungener, Erkenntnisse zurück.
Das ist ein Schatz, der auch hier die kirchliche Landschaft verändern kann und von dem man ein Leben lang persönlich zehrt.

Wenn ich höre, was Ehemalige berichten, weiß ich – eines Tages werde ich auch wieder meine Koffer packen. Aber jetzt seid erstmal ihr an der Reihe. Hier ein paar Einblicke:

„Für mich war die Erfahrung genau das, was ich vor Beginn meines Vikariats gebraucht habe: Es hat mich in meinem Weg bestärkt und neu von Jesus begeistert. Ich bewerte den Einsatz als rundum positiv. Besonders dankbar bin ich für die Kombination aus Arbeiten in der Kirche und Leben in der Community. Die Orte haben auf wunderbare Weise zusammengewirkt und dazu geführt, dass ich mich sehr wohl fühlen konnte.“

„Meine Zeit in England war sehr gut. Ich konnte in Bereichen arbeiten, die zu meinem Studium (Religionspädagogik und Soziale Arbeit) gepasst haben. Generell hatte ich durch die Angebote der Gemeinde (Gottesdienst, Hauskreis, Gebetsabende) auch neben der Arbeit Zeit für persönliche Entwicklung.“

„Meine Zeit war voller schöner Erfahrungen, aber auch Herausforderungen. Ich durfte viel über Menschen, Gemeinde, Gesellschaft und Kultur lernen und habe gemerkt, was mir wichtig ist und wofür ich stehen will. Ich habe Freundschaften fürs Leben geschlossen und durfte viel Liebe erfahren und weitergeben.“ 

„Es war eine unglaublich gute, bereichernde und prägende Erfahrung. Es war nicht immer leicht; vor allem die Anfangszeit bedurfte einer langen Eingewöhnung an die neue Umgebung, Menschen und deren Glauben und Theologie. Aber es hat sich außerordentlich gelohnt, damit konfrontiert zu werden, weil sich mir neue Horizonte, Konzepte und Ideen erschlossen haben und mich begeistert auf meine Arbeit als Pfarrerin warten lassen. Ich will versuchen, dann eine ebenso lebendige Gemeinde hier in Deutschland aufzubauen, wie ich sie in England erlebt habe.“

Wer wissen will, welche Möglichkeiten es derzeit an Praktikumsplätzen bei Fresh X im In- und Ausland gibt und welche finanziellen Fördermöglichkeiten bereitstehen, kann sich gerne bei mir melden!

Sabine Sramek

Projektreferentin beim Fresh X-Netzwerk