Ist die Zukunft der Kirche online?

18. Mai

Keine Frage, der digitale Raum ist ein Raum, der gestaltet und gefüllt werden will. Menschen machen sich das World Wide Web zu eigen; machen es zu dem, was es jetzt ist und sein wird. Und der Gestaltungsspielraum wird sich im Zuge der sich wandelnden Kommunikation und Technologie weiter verändern.

Wie wäre es, wenn wir Kirche fortan nicht hauptsächlich analog anzutreffen wäre? Wenn Kirche den digitalen Gestaltungsraum für sich nutzen würde? Genau das hat auch die Präses der EKD, Anna-Nicole Heinrich, auf einer Tagung der EKD, der evangelischen Kirche von Schweden und Evangelisch-Lutherischen Kirche von Finnland formuliert: “Was wäre, wenn wir uns als digitale Organisation verstehen würden, deren Unique Sellingpoint ein größeres Netz an physischen Gemeinschaften wäre?” So könnten, wie zum Teil auch schon in der Pandemie geschehen, Kontakte über lokale und regionale Grenzen hinweg geknüpft und gepflegt werden. Kirche könnte dort sein, wo die Menschen sind. Angebote machen, die die Menschen nutzen könnten, wann immer und wo immer sie wollen. Die Kirche könnte sich, weil sie sich weniger um Gebäude oder Strukturen drehen muss, flexibel zeigen und sich um das kümmern, was ihr Auftrag ist: Die Verkündigung des Evangeliums.

Das Treffen der drei großen Kirchen fand bereits zum dritten Mal, vom 16. bis zum 18.5. nahe des schwedischen Malmö statt.

Hella Thorn

Online- und Social-Media-Redakteurin beim Fresh X-Netzwerk